Zell am Neckar... ...mehr als nur ein Stadtteil von Esslingen
Zell am Neckar......mehr als nur ein Stadtteil von Esslingen

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Zentrum Zell / Bürger- und Vereinshaus

 

Bereits zu Zeiten der selbständigen Gemeinde hat die Gemeindeverwaltung erste Überlegungen angestellt, den Zeller Vereinen, die sich mittlerweile im Ortsring Zell e.V. zusammengeschlossen hatten, eine neue zentrale „Heimat“ für ihren Übungs- und Probebetrieb sowie für Veranstaltungen zu geben. Der bisher meistens für größere Veranstaltungen genutzte Saal der Gaststätte Linde in der Hauptstrasse hatte den Anforderungen der Vereine nicht mehr entsprochen.

 

So kam es mit dem Sport- und Kulturzentrum entlang des alten Neckararms zum bisher aufwendigsten Vorhaben in der Geschichte der Gemeinde Zell. Mit der Baumaßnahme wurde im Jahre 1975 begonnen. Der erste Bauabschnitt umfasste eine in drei Teile abtrennbare Sporthalle in den Abmessungen 27 x 45 Meter mit ausfahrbaren Tribünen für ca. 600 Besucher, 6 Umkleideräume mit Duschen, einen Gymnastikraum und einen Fitnessraum sowie weitere betriebsnotwendige Nebenräume.

 

In einem weiteren Bauabschnitt wurde eine Festhalle mit großem Saal und Bühne sowie ein daran anschließender, durch eine Trennwand abteilbaren kleiner Saal errichtet. Das Fassungsvermögen der Festhalle betrug 550 Personen in Tischbestuhlung und bis zu 1100 Personen in Reihenbestuhlung. Ein Restaurant mit Nebenzimmer, 2 Kegelbahnen sowie 2 eigenständige Vereinsräume und ein Musikübungsraum vervollständigten das Raumangebot.

 

Zusammen mit dem Grunderwerb waren für dieses Projekt rund elf Millionen Mark veranschlagt worden.

 

Mitte des Jahres 1977 wurde das „Kultur- und Freizeitzentrum Zell“ oder kurz „Zentrum Zell“ mit einer großen Festwoche feierlich seiner Bestimmung übergeben. Seit dieser Zeit wurden in den Räumlichkeiten zahlreiche lokale, regionale und auch überregionale Veranstaltungen durchgeführt.

 

Beispielhaft seien an dieser Stelle Konzerte der damals noch unbekannten Spider Murphy Gang (Skandal im Sperrbezirk) und von Wolle Kriwanek (Schwabenrocker) erwähnt. Als weitere Künstler trugen sich das Chiemgauer Volkstheater, Olivia Pascal, Ruth Mönch & Willi Sailer (Süddeutscher Rundfunk / Radio) sowie der Verband schwäbischer Karnevalsvereine mit seiner Karnevalsprunksitzung (Süddeutscher Rundfunk / Fernsehen) in das Gästebuch der Veranstaltungshalle ein.

 

Das großes Sport- und Freizeitgelände mit Rasenplatz, Laufbahn, Hochsprung- und Weitsprunganlage sowie einem Kunstrasenplatz und einer Vereinsgaststätte mit Nebenräumen wurde in den 1980er Jahren ergänzt, als einerseits der Landkreis Esslingen auf dem bisherigen Sportgelände sein Berufsschulzentrum realisieren wollte und andererseits die Firma Bilz zur Erweiterung ihrer Betriebsräume aus der Robert-Koch-Strasse (ehemals Neckarstrasse) in einen Neubau an der Röntgenstrasse umgezogen ist.

 

Im Jahre 2012 wurde der Festhallenbereich zusammen mit dem Restaurant stillgelegt, da die Kosten der jahrelang ausgesetzten Instandhaltungen überhand genommen hatten. Der endgültige Abbruch der Festhalle erfolgte dann 2015, nachdem es den örtlichen Vereinen leider nicht gelungen war, den Esslinger Gemeinderat und die Stadtverwaltung davon zu überzeugen, die „gute Stube von Zell“ zu erhalten. Als „Ersatz“ für die Festhalle wurde 2013 südlich der Sporthalle das Bürger- und Vereinshaus Zell realisiert, um wenigstens den Übungs- und Probebetrieb sowie kleinere Veranstaltungen der Vereine am Ort aufrecht erhalten zu können.

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