Zell am Neckar... ...mehr als nur ein Stadtteil von Esslingen
Zell am Neckar......mehr als nur ein Stadtteil von Esslingen

Beinahe hätten wir auch Olympia gekonnt

Für die Olympischen Sommerspiele 2012 gab es fünf Bewerbungen deutscher Städte. Darunter war auch Stuttgart. Mit an den Start für die Auswahl eines deutschen Olympia-Standorts gingen Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und das Rhein-Main-Gebiet. Die in Stuttgart geplanten Olympischen Spiele sollten Spiele der kurzen Wege werden, bei denen auch die Region um Stuttgart einbezogen wurde. Als einer dieser Olympia-Standorte war Zell angedacht. Hier sollten im Neckartal, in der Nähe der heutigen Berufsschulen, die Wildwasser-Wettbewerbe durchgeführt werden.

 

Doch dazu kam es nicht. Stuttgart scheiterte mit nur 15 Stimmen bereits im ersten Wahlgang. Die Medien bezeichneten im Nachhinein die Stuttgarter Präsentation durch ihren spröden Charme und das betonte schwäbische Understatement als verunglückt. Schließlich stellten sich Hamburg und Leipzig zum letzten Wahlgang, bei dem Leipzig 81 und Hamburg 51 Stimmen erhielt.

 

In der internationalen Entscheidung über die Austragung der Spiele trat Leipzig gegen Paris, Madrid, London, New York, Moskau, Rio de Janeiro, Istanbul und Havanna an. Bei den für die Olympiastandorte geforderten Kriterien schieden Havanna, Istanbul, Rio de Janeiro und Leipzig bereits nach der Papierform aus. Sie waren damit von den Abstimmungen ausgeschlossen. In der letzten und vierten Runde der Entscheidung unter den zwei verbliebenen Bewerbern hatte London mit 54 Punkten die Nase vorn und wurde zum vierten Mal Austragungsort der Olympischen Spiele. Paris bekam 50 Punkte.

 

Der 1999 für Baden-Württemberg eingeführte Slogan “Wir können alles. Außer Hochdeutsch“ müsste korrekter Weise noch den Zusatz bekommen “und Olympia“.

 

Hans-Joachim Bosse

 

 

 

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