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Der Ochse Peter

Vor der Einführung von Traktoren hatten manche Zeller Bauern Ochsen als Zugtiere zum Transport schwerer Gegenstände, der Ernte und natürlich auch des 'Düngers' aus der Hoflatrine.

 

Auf dem Hof meines Großvaters Christian Barth in der Unteren Gasse (heute Untere Straße) mussten die Kinder natürlich bei allen Arbeiten mithelfen. Diskussionen ob oder wie gab es nichts.

 

So musste mein Vater Erwin Barth als junger Bub auch immer wieder die Frucht aus den Wolfäckern zum Dreschen in die Untere Gasse transportieren - mit dem Ochsengespann und dem Ochsen Peter vorne dran.

Den Berg hoch war das kein so großes Problem: in der Bachstraße oberhalb des Milchhäusles gab es den 'Unteren Brunnen' und der Peter konnte sich satttrinken.

 

Den Hangelstein hoch bis in die Wolfäcker ging es dann, der Ochse war nicht so begeistert und musste immer wieder angetrieben werden. Oben wurde dann aufgeladen, was einige Zeit dauerte. Dann musste der junge Bub mit dem Gespann abwärts fahren und tatkräftig mitbremsen, um das schwere Gefährt nicht zu schnell werden zu lassen.

 

Ungefähr auf Höhe der heutigen katholischen Kirche hatte der Ochse jedoch häufig schon wieder Durst, vielleicht auch weil er den Brunnen in der Bachstraße schon roch oder zumindest im Sinn hatte.

 

Mehrmals ließ er sich jedenfalls nicht mehr bremsen und rannte so schnell er konnte mit dem ganzen Gefährt zu Tal - in einem regelrechten Teufelsritt und unter Lebensgefahr für alle im Weg stehenden. Zum Glück ist nie etwas passiert.

 

Werner Barth

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